In Zeiten von Facebook und Co.: Bringt Bloggen noch was?

BlogparadeMit BLOGGERaktuell ist gerade ein neuer Blog an den Start gegangen, welcher auf lange Sicht natürlich Erfolg haben soll. Passend dazu hat Martin Grünstäudl gerade eine interessante Blogparade ins Leben gerufen. Thema: Bringt Bloggen in Zeiten von Facebook und Co. überhaupt noch was?

Im Vergleich zu Social-Plattformformen wie Facebook, Twitter und Google+ scheint Martins Frage Bringt Bloggen überhaupt noch was durchaus berechtigt, zumal es mir persönlich so vorkommt, als ob derzeit vermehrt „Blogleichen“ zu finden sind. Hier hat definitiv der Blogger ausgegeben, lohnt Bloggen also tatsächlich nicht mehr?

Logo, ohne Besucher, ohne Kommentare, fällt es schnell schwer, die Motivation auffrecht zu erhalten. Doch allein jeden Tag einen Artikel in den Blog stellen, reicht nicht. Facebook und Co sind da durchaus einfacher zu handhaben, schnell sind Freunde gefunden und das Ding geht ab.

Ist es daher besser, auf Facebook, Twitter und Google+ zu verlagern?

Ich sage nein. Allerdings bin ich bin auch kein Hobbyblogger, die aus lauter Langeweile von Wauzi und Miezi berichtet. Ich sehe das ganze aus der Business-Sicht, wo Unternehmen oder Online-Shops auf das Bloggen gar nicht verzichten können. Der Grund ist einfach: Jeder neue Blogartikel heißt neuer Content, zu einem neuen Produkt, einer neuen Dienstleistung oder einem Sonderangebot.

Content bedeutet wiederum Werbung. In Google, in Blog- und Feed-Portalen, auf Newsseiten. Und Werbung bedeutet was? Richtig: Neue Besucher, neue Kunden, neuer Umsatz. Im Fokus eines guten Bloggers sollte allerdings guter Content statt der Dollarschein stehen, denn bei einem Blog ist es genauso wie im wahren Leben: Kommt der Erfolg, kommt das Geld ganz von allein.

Bilanz: Und was hat mir persönlich nun die Bloggerei gebracht?

Wie gesagt, ich sehe Bloggen als geschäftlichen Aspekt, lebe also von der Schreiberei. Zum Leben reicht es durchaus, zumal ich neben meinen eigenen Blogs auch Content für fremde Blogs liefere, somit eigene Projekte ebenso verfolge wie meine Leistung anderen anbiete.

Vom Geld mal abgesehen habe ich beim Bloggen natürlich auch einige Erfahrungen gewonnen, beispielsweise, das gerade das Internet ein verdammt steiniger Weg sein kann. Mangelnde Erfolge (Besucher) verleiten schnell zum aufgeben, aber da muss ein Blogger Rottweiler-Mentalitär beweisen und sich einfach durchbeissen. Notfalls muss man wirklich den Stecker ziehen und einen gescheiterten Blog als Erfahrung verbuchen – wie im Real Live auch.

Warum, wieso, weshalb: Meine kleinen/großen Ziele als Blogger

Meinen ersten Blog Green-Motors.de über alternative Autos habe ich Ende 2010 gestartet. Der Fokus liegt auf aktuellen News zu Elektroautos, Hybridmodellen, Autogas; im Schnitt lockt der Blog mittlerweile runde 1.000 Leser täglich. Dahin war der Weg natürlich lang, manchmal ging es nicht mehr vorwärts, dann gab es wieder einen plötzlichen Sprung. Wie gesagt, manchmal muss man (frau) schon mal Rottweiler sein.

Gute wie ebenso negative Erfahrung wechseln miteinander bis heute ab, wird man auf anderen Seiten zitiert, ist das natürlich toll. Einige meiner Artikel wurden sogar in Wikipedia als Nachweis verlinkt, was für mich fast einem Ritterschlag gleich kommt. Künftig soll es weiter aufwärts gehen, zumal mehr und mehr die Phase der „Monetarisierung“ ansteht und neue Blogs hinzukommen, allein Green-Motors.de hat mitterweile zwei (Auto)Geschwister…

Fazit: Sterben Blogs aus und überlassen Facebook das Feld?

Ich glaube nicht, was allein schon mit meinem neuen Projekt BLOGGERaktuell bewiesen ist. Würde ich eine neue Seite starten, wenn ich von Blogs nicht überzeugt wäre? Eben. Ich wage sogar das Gegenteil zu behaupten. In letzter Zeit hört man viel von Mitgliederschwund auf Facebook, gerade jüngere finden die Seite immer „uncooler“ (sagt man heute noch so?), weil vermehrt ältere Semester online gehen.

Google+ hat es bekanntlich seit seinem Start eher schwer und kommt trotz Tante G. im Rücken nicht so wirklich vorwärts. Twitter ist in meinen Augen wieder was anderes, ein Micro-Blogger, der auch künftig boomen wird; als Werbetrommel für Blogs, Dienstleister oder Online-Shops und kurz gesagt eben als Marketinginstrument.

Bloggen lohnt: Vorteile gegenüber Facebook, Twitter, Google+

Letzten Endes sehe ich im Bloggen deutliche Vorteile gegenüber den gehypten Social-Media-Plattformen. Zum einen natürlich ein ganz simpler: So ausführlich wie in einem Blogartikel kann Facebook und Co. kaum sein, manchmal spielt die Größe (Artikellänge) eben doch eine Rolle. Allein dieser Blogpost umfasst mittlerweile (zugegeben unbeabsichtigt) fast 700 Wörter, was auf Facebook und Co. unmöglich wäre, von Twitter mal ganz zu schweigen.

Blogs sind eine Top-Marketingidee, ebenso wie Social Media. Beides zusammen kann sogar unschlagbar sein, auf lange Sicht dürften jedoch Blogs die Nase vorn haben. Ich sag nur Facebook, das seinen Zenit meiner Meinung nach längst überschritten hat. Das Thema Blogs versus Social Media ist jedenfalls interessant genug für weitere Artikel – Updates folgen somit sicherlich.

7 Antworten auf In Zeiten von Facebook und Co.: Bringt Bloggen noch was?

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